Implantat-Check ohne Strahlenbelastung
Nach einer Cochlea-Implantation ist es wichtig zu wissen, wie das Implantat in der Hörschnecke liegt. Heute werden dafür oft bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) verwendet, die mit einer erhöhten Strahlenbelastung sowie Mehrkosten verbunden sind. Um diese Belastungen zu minimieren, entwickeln wir Algorithmen, mit denen die Position der Elektrode über Messdaten des Implantats abgeschätzt werden kann, ohne dass ein postoperativer CT-Scan erforderlich ist.
In mehreren Studien konnte die Einführtiefe der Elektrode in die Hörschnecke anhand dieser Algorithmen mit einer sehr hohen Genauigkeit bestimmt werden. Nebst einer kosten- und strahlenreduzierten Cochlea-Implantation könnte so künftig die Elektrodenlage auch kontinuierlich überwacht werden.

